Vanessa, Martin und die zwei Töchter lieben Sønderho.
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Die Dokumentarfilmerin Vanessa Weber von Schmoller aus München kam eher zufällig nach Sønderho und verliebte sich in ein Haus und ein Dorf. Mittlerweile lebt die ganze Familie dort. Sie lieben die ruhe und das leben in Dänemarks schönste Dorf
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EINWANDERUNG – Immer mehr Deutsche zieht es nach Fanø. Mittlerweile leben rund 80 in der Gemeinde Fanø. Vier von ihnen haben den großen Schritt gewagt: die Familie Weber aus München: Mutter Vanessa, Vater Martin und die Teenager-Töchter Louisa und Emilia. Auslöser war ein Besuch von Vanessa auf Rømø. Mehr dazu im Kasten unten.

Vanessa, Dokumentar-filmerin und der Grund/die Verantwort-liche für den Umzug der Familie nach Fanø, erzählt von sich:
„Ich bin in München geboren und habe die ersten Jahre sehr viel Zeit in der Schweiz verbracht, in den Bergen. Und als ich in die Schule gekommen bin, mit sieben, war ich dann permanent in München. Mit sechzehn Jahren bin ich für ein Jahr nach Amerika gegangen, nach San Francisco. Später bin ich erst zum Studieren nach London gezogen und ein halbes Jahr durch Australien gereist und habe in Sydney gewohnt. Das heißt, mich hat es immer irgendwie von München in die Welt rausgezogen und ich wollte schon sehr früh Journalistin werden.“

Vanessa von und Martin Weber träumten aus der Stadt wegzuziehen. Sie landeten in Sønderho und freuen sich täglich darüber.
Fernseherfahrung
„Ich habe schon als Kind meine ersten Erfahrungen im Fernsehen machen dürfen. Mit acht Jahren habe ich begonnen bei einer Fernsehsendung zu moderieren, eine Kindersendung namens Bim Bam Bino. Das habe ich gemacht bis ich, denke ich, dreizehn Jahre alt war. Das war eine sehr schöne Zeit. Dabei habe ich auch gemerkt, dass ich Geschichten erzählen will.“
„Ich wusste damals noch nicht so genau, ob ich mich später als Journalistin auf Außenpolitik konzentrieren möchte oder eben auf dokumentarische Portraits, was ich dann letztendlich am liebsten gemacht habe. Aber das hat sich so entwickelt über die Jahre.”
Das Leben änderte sich
”Ich habe in meiner Jugend und im Studium in München viele Praktika absolviert bei verschiedenen Zeitungen und beim Fernsehen. Dort habe ich auch einen M.A. Abschluss an der Ludwig-Maximilians-Universitä ge-
macht in Amerikanistik, Literatur und Medienrecht. Anschließend habe ich
beim Fernsehen gearbeitet bis ich Ende zwanzig war. Mit Anfang dreißig bekam ich meine erste Tochter. Das war ein Wendepunkt. Danach beschloss ich die Arbeit beim Fernsehen zu beenden und mich als Selb-
stän-dige auf Dokumen-tation und Porträts zu konzentrieren.”
Die Porträtserie
”2017 begann ich mit einer Freundin zusammen in München eine dokumentarische Porträtserie zu produzieren über Menschen in München. Sie heißt Münchner G`schichten. Das habe ich sieben Jahre lang gemacht. Das war eine sehr erfüllende Arbeit, die man auf muenchnergeschichten.com noch ansehen kann.”
In Denkmodus
In ihrem neuen Leben kann ihr Mann Martin Weber weiterhin Start-ups beraten und in sie inve-
stieren. Vanessa recherchiert aktuell und in ’Denkmodus’ ist. Sie hat einen Dokumentarfilm über die Bienen gedreht, einhimmelvollerbienen.com, die dafür sorgen, dass unser Planet und wir leben können.
Sie freut sich über die Möglichkeit den Film auch im Kino von Fanø zeigen zu können und ihn nach Dänemark zu bringen.
Aktuell recherchiert sie außerdem an einem neuen Filmprojekt.
Das Interview als Podcast kommt hier später. Sie müssen Geduld haben, 51 minuten anzuhören.
Interview, Text og Foto: Finn Arne Hansen
Ein Besuch bei Ditte auf Rømø veränderte alles
DER HAUSKAUF – Vanessa von Weber hat dänische Wurzeln. Ihr Vater, der 2022 starb, war halber Däne, und ihre Oma, mit Nachnamen Dons Christensen, stammte aus Horsens.
Doch es hat für Vanessa und ihren Vater nie geklappt Dänemark gemeinsam zu besuchen und ihre familiären Wurzeln zu erforschen. Das hat Vanessa sehr getroffen. Deshalb will sie nun versuchen, die Geschichte ihrer Großmutter zu recherchieren, vielleicht im Staatsarchiv in Viborg.
Im August 2024, zu dem wir nun springen, besuchte Vanessa ihre Freundin Ditte Hviid auf Rømø. Sie konnte jedoch nicht in Dänemark Auto fahren, da ihr Portemonnaie mit dem Führerschein in München gestohlen worden war und sie ihren Mietwagen in Billund nicht abholen konnte.
„Ditte meinte dann, jetzt, wo ich schon mal hier sei, solle ich nicht einfach nur in ihrem Garten bleiben. Wir sollten uns etwas anderes als Rømø ansehen, und zwar Fanø, wo es ein reiches Kulturleben mit Künstlern, Schriftstellern und Musikern gäbe. Am 5. August `24 saßen wir nach dem Abendessen im Fajancen in Sønderho und tranken Wein. Ich fühlte mich wie mitten in einem Filmset, es war einfach fantastisch! Dann sagte sie: „Lass uns mal schauen, was es hier so zu kaufen gibt.“ Und als wir das Haus im Bjerrevej sahen, war es um mich geschehen.“
Martin lachte
Martin wurde angerufen.
„Ich habe das nicht wirklich ernst genommen“, lacht er.
Die Töchter, besonders Louisa, waren begeistert, als sie das Haus sahen. „Mach bitte ein Angebot!“, meinte Louisa. Und so kam es kurz darauf zum Kauf. Nach einem Umbau im Erdgeschoss und im ersten Stock, bei dem einer der erfahrensten Architekten Fanøs, Torben Mahler, mitwirkte, zogen sie im Mai 2025 hierher. Sie haben jetzt ihr erstes Jahr auf Fanø hinter sich und sind sehr glücklich mit ihrer etwas verrückten Entscheidung so spontan auf eine Insel in der Nordsee gezogen zu sein.
Sprang fra München til Sønderho
Familien Weber blev træt at storbyen München, drømte om idyl og fandt den ved at tilfælde i Sønderho
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INDVANDRING – En stjålen pung, et besøg på Rømø og en tilfældig udflugt til Sønderho betød en livsomvæltning for Vanessa von Schmoller Weber og Martin Weber og deres to teenagedøtre fra München i det sydlige Tyskland. For nu bor de fast i landsbyen, der for ikke så mange år siden blev kåret til Danmarks smukkeste.
Fjersynsbarnestjerne
Hun, journalist, tv-barnestjerne og dokumentarist, start up-eksperten og investoren Martin og de to døtre Emilia og Louisa, bor på Bjerrevej i Sønderho. Udenfor er der en grusvej, og de priser sig lykkelige for, at en kvindelig borger på vejen ihærdigt modsatte sig asfaltering. Det ville ikke have passet til området, er de enige i.
Flere biler og mere larm
I München boede de i centrum, og biltrafikken i de små gader blev bare værre og værre. Derfor drømte de om at bo et roligere og mere landligt, idyllisk sted. De er begge meget berejse, så det kunne næsten være hvor som helst i verden.
Skæbnen tog magten
Men så kom Skæbnen og fiksede det hele:
”I 2024 besøgte jeg min veninde Ditte på Rømø. Idéen var at leje en bil i Billund og at undersøge min baggrund. Min far er dansk, og vi havde planer om at gøre set sammen, men han døde desværre, inden det blev gjort. Min bedstemor, der hed Dons Christensen til efternavn – måske derfor mit von-mellemnavn – boede i Horsens. Jeg kunne bare ikke leje bilen, for min pung med kørekortet i var blevet stjålet i München! Så jeg strandede på Rømø.
Impulstur til Fanø og Sønderho
”Men Ditte sagde: Du skal se noget, når du nu er her. Og så tog vi til Fanø og endte i Sønderho, hvor vi fik en frokost på Fajancen. Da vi så sad der og fik et glas vin, fik hun mig overbevist om at vi da skulle se, om der var noget interessant til salg. Og jeg forelskede mig i huset på Bjerrevej med det samme. Martin fandt det skørt og troede ikke på mig. Men det endte med, vi købte det.”
Martin arbejder videre med start ups, pigerne går i skole, og Vanessa glæder sig til at præsentere sin film om verdens vigtigste dyr, bien, i Fanø Biograf.
Tekst og foto: Finn Arne Hansen

